Thermoboy FK

Stolz und Vorurteil

frei nach Jane Austen

Jane möchte heiraten. Lizzie möchte ihre Unabhängigkeit. Und Lydia will einfach nur Spaß. Thermoboy FK schauen mit Stolz und Vorurteil durch literarische Figuren auf die Verbindungen zwischen Liebe und Geld, zwischen Zusammenleben und individueller Freiheit – und die Möglichkeit von Theater als Selbstinszenierung und Selbsterfindung. In einer eigenständigen Adaption schreiben sie das Sittengemälde Jane Austens aus dem 19. Jahrhundert neu und fort. Acht Männer spielen dabei Frauen- und Männerrollen und müssen sich so als Performer wie auch als Figuren Fragen nach Repräsentation, Sichtbarkeit und Privilegien stellen.

Thermoboy FK machen ihre Sehnsucht nach moderner Mythologie zu Theater. Sie erfinden zukünftige, vergangene oder parallele Welten und erzählen darin Geschichten vom Zusammenleben als Gruppe, vom Wechsel der Identitäten und vom Verlust und Wiedergewinn von Unschuld. Dafür bauen sie Häuser, Landschaften oder Gärten und bewegen sich hin und her zwischen Fiktion und Theaterraum. Sie verdrehen alte Männerbilder und erschaffen neue.

Jurystatement

Das Publikum erhält einen sehr unterhaltsamen Einblick in die vergangene Welt des 19. Jahrhunderts. Dass sich junge Männer mit der Sicht und den gesellschaftlichen Beschränkungen jener Zeit auseinandersetzen, in die Rollen schlüpfen, ohne sich darüber lustig zu machen, und auf eine anrührende Art und Weise in einer spielerisch ruhigen Skizze der Personen verharren, ist ein gelungenes Statement. Und gerade weil das Thema so komödiantisch bearbeitet wird, drängt sich die politische Frage auf: Wessen Freiheit steht über der des anderen?

Stab

Konzept & Performance Malte-Levin Behrens, Florian Brunken, Moritz Brunken, Janis Fisch, Jan Felix Hahn, Dennis Dieter Kopp, Felix Scheer, Jasper Tibbe
Bühne & Video Stefan Gottwill, Malte-Levin Behrens, Moritz Brunken
Kostüm Harm Coordes, Jan Felix Hahn
Musik Felix Scheer, Simon Geuchen
Gastregie Leonie Boehm
Dramaturgie Susanne Wagner
PR Franziska Janke
Produktion ehrliche arbeit – freies Kulturbüro


Förderer
Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa | Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur | Stiftung Niedersachsen

Koproduziert durch
Theaterdiscounter Berlin

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Schwankhalle Bremen