rio.rot

Vater.Rollen

„60 % der Eltern mit Kindern unter drei Jahren fänden es ideal, wenn sich beide Partner gleichermaßen in Beruf und Familie einbringen könnten. Tatsächlich verwirklicht wird ein partnerschaftliches Modell jedoch nur von einer Minderheit von 14 %.“ (Väterreport 2018)


Die Produktion Vater.Rollen verhandelt die Vorstellungen und Wünsche zum Familienleben von kinderlosen Männern zwischen 20 und 30 Jahren. In der Auseinandersetzung mit eigenen und fremden Empfindungen suchen rio.rot nach möglichen Ursachen für die Diskrepanz zwischen Wunsch und Realität.

rio.rot

rio.rot hat sich 2017 als Kollektiv aus dem Studiengang Darstellendes Spiel an der HBK Braunschweig gegründet. Sophie Bothe, Catharina Koch und Anna Konrad suchen in der Gesellschaft nach Rollenbildern, die sie mit ihrer Kunst kritisch hinterfragen. Dabei reflektieren sie insbesondere die Rolle der Frau. Ein wesentlicher Bestandteil ihrer Arbeiten sind Interviews mit Personengruppen, deren Biografien den Inszenierungen als Material zu Grunde liegen. Mit Vater.Rollen knüpfen rio.rot thematisch an ihre erste gemeinsame Arbeit WAS MAN(N) NICHT SIEHT an, in der sie sich mit dem Thema Mutterschaft auseinandersetzten.

Jurystatement

Drei junge Frauen, drei Autosessel und eine große Frage: „Vater.Rollen“ ist die Suche nach einer eigenen Positionierung in einer Zeit, in der genderpolitischer Anspruch und gesellschaftliche Wirklichkeit oft weit auseinanderklaffen. Durch das amüsante Spiel mit verschiedenen Perspektiven gelingt es den Performer*innen, Fragen aufzuwerfen, die lange nachwirken. Gerade das beiläufig Erzählte eröffnet erschreckend tiefe Einblicke in bis heute patriarchal geprägte
Familienstrukturen.

Stab

Projektentwicklung
Sophie Bothe, Catharina Koch, Anna Konrad
Technik Jonas Gorath, Rasmus Huxhagen

Es spielen
Joshua Beck, Sophie Bothe, Julius Brockmann, Lennart Dullin, Catharina Koch, Anna Konrad

Förderer

HBK Hochschule für Bildende Künste Braunschweig