Ausstellung vom 26. bis 28. April im Kulturzentrum Pavillon Hannover

 

FREI_HAND

 

Theaterfotografien von Andreas Hartmann

Seit den 1980er Jahren bespielen freie Theatergruppen die niedersächsischen Städte an allen möglichen und unmöglichen Orten und schaffen einzigartige Theatererlebnisse. Von Anfang an war der Theaterfotograf Andreas Hartmann als Zeitzeuge und Chronist dieses Theaterschaffens, insbesondere in Hildesheim, dabei. Es gelang ihm, mit seinen Bildern singuläre theatrale Momente einzufangen, festzuhalten und eigenständige Kunstwerke entstehen zu lassen. In rund 30 Jahren begleitete er fotografisch weit über 500 freie Produktionen. Im Jahr 2015 beendete er seine Laufbahn als Fotograf. Er verstarb 2016.  

Eine Retrospektive soll Andreas Hartmann und sein Werk, das die Entwicklung und Vielfalt der Hildesheimer freien Theaterszene in besonderer Weise abbildet, würdigen. Beim Best OFF-Festival ist ein erster Ausschnitt zu sehen. Thematisch beschäftigen sich die Fotografien mit Produktionen aus der Hildesheimer freien Szene, die seit dem ersten Best OFF-Festival im Jahr 2011 gezeigt wurden. Weiterführende Interviews, Anekdoten und Geschichten sind in einer Audioinstallation nachzuhören. 

Konzeption und Kuration: Anika Kind, Uta Lorenz (Theaterhaus Hildesheim) und Thomas Kaestle.


Vorab-Veranstaltung am 17. April um 18.00 Uhr im Kulturzentrum Hannover

 

Zukunftslabor Kinder- und Jugendtheater

für Theaterkünstler, Veranstalter, Vermittler und ihr Publikum  
(mit erfreulich gegenwärtigem Imbiss) 

Was ist im Freien Theater für junges Publikum in Niedersachsen aktuell zu sehen? Welche Formen haben die Kollegen im Repertoire? Welchen Themen widmen sie sich? Ein Überblick lässt sich auf der KinderKulturBörse (17./18. April, Pavillon) gewinnen, einer Fachmesse, auf der Theaterschaffende ihre Arbeit präsentieren. Wer über die Messe geht, wird auch erahnen können, wo Schwierigkeiten liegen: Was lässt sich nicht ›verkaufen‹? Welche Themen wurden gesucht, aber es gab keine passende Produktion dazu? Was würde man grundsätzlich gerne mal anders machen? Im Zukunftslabor Kinder- und Jugendtheater entwerfen wir wünschenswerte Entwicklungen, die unsere Arbeit nehmen soll. Wie würden wir gerne arbeiten? Wovon möchten wir auf unseren Bühnen erzählen, welche Themen finden wir wichtig, woher kommt unsere Inspiration, welcher Theaterformen wollen wir uns annehmen, welche Rolle hat unser Publikum? Last but not least widmen wir uns strategischen Fragen: Was muss dazu gegeben sein, was brauchen wir in Zukunft?  

Mit Impulsen von: Irina Barca (Dramaturgie/Koord. Kinder- und Jugendtheater FFT Düsseldorf), Barbara Kölling (Künstl. Leitung HELIOS Theater, Hamm), Nadine Wolfarth (StR' Deutsch & Darstellendes Spiel, IGS Peine). Konzept & Leitung: Martina von Bargen (LaFT) & Birte Werner (ba●).  

Eine Kooperation der Stiftung Niedersachsen mit dem Landesverband Freier Theater Niedersachsen und der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel  


Rahmenprogramm

Donnerstag, 26. April

Get-together um 19:00 Uhr im Foyer

Eröffnung

Dr. Gunter Dunkel, Präsident der Stiftung Niedersachsen
Johannes Kirsten, Mitglied der Auswahljury

ab 20:45 Uhr
Live-Musik
Strada si Gitarra
Anja Ritterbusch (voc), David Mohr (git), Lars Bernsmann (git), Arne Pünter (tenorsax), Johannes Keller (kontrabass)
Gypsy Swing aus Hannover-Linden


Freitag, 27. April

 

Vermittlung / Angebot für Schulen 
10:00 und 10:30 Uhr: Wir haben die Angst gefressen (ab 14 Jahren)
10:00 Uhr:  Als mein Vater ein Busch wurde und ich meinen Namen verlor (ab 9 Jahren)

Besuch einer Inszenierung (kostenlos), anschließendes Gespräch mit dem Ensemble und Nachbereitungs-Workshop in der Schule

Millionen von Menschen sind auf der Flucht. Doch was wissen wir über ihre Geschichten, ihren Alltag, ihre Herausforderungen? Die Festival-Produktionen Wir haben die Angst gefressen und Als mein Vater ein Busch wurde und ich meinen Namen verlor sind hervorragend geeignet, um sich mit Kindern und Jugendlichen über das Thema Migration, Flucht und Heimat auszutauschen. Beide Ensembles bieten daher Aufführungsgespräche (max. 30 Min.) für Schulklassen aus Hannover und Umgebung im Anschluss an die Vorstellungen an. Zusätzlich finden Nachbereitungs-Workshops an Schulen statt, die von Studierenden aus dem Fach Darstellendes Spiel im Rahmen einer Lehrveranstaltung an der Leibniz Universität Hannover konzipiert und durchgeführt werden: Die Schüler kommen hier in den Dialog über eigene Erfahrungen und können diese im Rahmen theaterpraktischer Übungen szenisch bearbeiten (Doppelstunde, 90 Min.).  

Der Eintritt für Lehrkräfte und die Schülerinnen und Schüler ist frei, die Workshops sind kostenlos. Anmeldungen der Lehrkräfte bitte bis zum 31. März 2018 an office-bestoff(at)stnds.de.

Koordination: Amelie Gohla
Leibniz Universität Hannover: Dr. Ole Hruschka
Best OFF: Mariam Soufi Siavash


 

Fachtag Jury von 12:30 Uhr bis 18:30 Uhr in der Stiftung Niedersachsen (Künstlerhaus)

Entscheidungsprozesse und Gremienarbeit − Modelle gelungener Juryarbeit

für Jurymitglieder, Verwaltungsmitarbeiter und Vertreter von Förderinstitutionen

Welche Gremien- und Jurymodelle existieren und welche Vor- und Nachteile sind jeweils mit ihnen verbunden? Wer entscheidet über die Zusammensetzung und die Verfahren der Jurys und welche Expertisen werden berücksichtigt? Wie transparent werden diese Prozesse und auch die Juryauswahl gestaltet? Wie sehen sich die Mitglieder der Gremien und welche Verantwortung können und wollen sie übernehmen?

Nach Impulsbeiträgen von Holger Bergmann (Fonds Darstellender Künste), Dan Thy Nguyen (Regisseur, Schauspieler, Mitglied des Theaterbeirates des Landes Niedersachsen) und Marie von der Heydt (Senat Berlin, angefragt) geht es in drei Arbeitsgruppen um konkrete Ansatzpunkte und Modelle. Aufbauend auf dem Fachforum des Bundesverbands Freie Darstellende Künste „Kultur fördern − Strukturen stärken − Kunst ermöglichen“ am 16. Mai 2017 und den hier in der Arbeitsgruppe „Juryverfahren“ gesammelten Ergebnissen laden die Stiftung Niedersachsen und der Bundesverband zu einem konstruktiven Austausch, der konkrete Ansätze und Handreichungen für Förderinstitutionen, Verwaltungsmitarbeiter und Jurymitglieder zum Ziel haben soll.   

Anmeldungen bitte bis zum 20. April 2018 an post@darstellende-kuenste.de unter Angabe von Name und Institution. Bei Anmeldung vor dem 15. März 2018 bitten wir, neben diesen Angaben auch konkrete Themenwünsche für die Arbeitsrunden zu nennen.  

Veranstalter Bundesverband Freie Darstellende Künste (BFDK) in Kooperation mit der Stiftung Niedersachsen, dem LaFT Niedersachsen und dem Deutschen Städtetag

Download: Fachtag Jury – Entscheidungsprozesse und Gremienarbeit im Rahmenprogramm


Künstlergespräch um 17:00 Uhr im Foyer

Künstlergespräch I

Mit: Agentur für Weltverbesserungspläne, Das Letzte Kleinod, theater fensterzurstadt / Theaterwerkstatt Hannover
Moderation: Dr. Birte Werner (Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel)


Diskussion um 18:00 Uhr im Foyer

Perspektiven für Dramaturgie in der freien Szene

 

Die freie Theaterszene weist eine Fülle von Theaterformen auf, die mehrheitlich aus einem kollektiven Arbeitsprozess heraus entstehen. Die Dramaturgie wird dabei aus dem Kollektiv mitentwickelt und ist selten personell besetzt.  

Die freie Szene kreiert also ihre eigene Form der Dramaturgie und entwickelt für ihre künstlerischen Prozesse passende Formate. Dramaturgie ist dabei auf zwei Ebenen zu verstehen: Sie ist einerseits die Grundlage, die eine Inszenierung inhaltlich und formal bestimmt – der künstlerische Impuls, eine Fragestellung, ein Text, ein zeitlicher Rahmen. Sie ist zum anderen eine Form der künstlerischen Selbstreflexion und Selbstbefragung, die den künstlerischen Prozess begleitet und mitbestimmt. Fakt ist: Dramaturgie braucht interne Kennerschaft, Vertrauen und Objektivität gleichermaßen.  

  • Wie wird dieser Spagat bewältigt?
  • Wie sehen diese Formen von Dramaturgie in der freien Szene aus?
  • Welche Art von zeitgemäßer Dramaturgie ist hilfreich oder notwendig?
  • Welche erfolgreichen Modelle dramaturgischen Arbeitens gibt es bereits?
  • Wie sehen die Wünsche an die Bedingungen einer dramaturgischen Praxis aus?
  • Was sind strukturelle Schwierigkeiten, denen das Arbeitsfeld Dramaturgie in der freien Szene unterworfen ist? Wo können Grundbedingungen geändert und Kräfte zusammengeführt werden?
  • Wie könnten Modelle der Förderung für eine dramaturgische Praxis der freien Szene aussehen? 

Drei Praktikerinnen aus der freien Szene berichten von ihren Erfahrungen, stellen erfolgreiche Beispiele vor und diskutieren Fördernotwendigkeiten für Kollektive. 
Mit: Dr. Joy Kristin Kalu (Sophiensæle Berlin), Anna Wille (ehrliche arbeit), Clara Ehrenwerth (machina eX) 
Moderation: Vivica Bocks (Dramaturgin)


Get-together ab 21:00 Uhr im Foyer

DJ Oonops

Lounge


Samstag, 28. April

Workshop und Aufführungsbesuch um 14:00 Uhr + 17:00 Uhr im Foyer 

Meeting point: NEW CONNECTIONS

Die Veranstaltung ist eine Fortsetzung der Netzwerkinitiative NEW CONNECTIONS, die vom Landesverband Freier Theater, der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel und boat people projekt initiiert wurde. Eingeladen sind professionelle Theaterschaffende aus verschiedenen Berufsfeldern, um gemeinsam eine Vorstellung zu besuchen und sich anschließend mit Künstlern aus den Produktionen über das Gesehene auszutauschen. Auch neue Teilnehmer, die am internationalen Netzwerk interessiert sind, sind herzlich willkommen!
Ab 17.45 Uhr stehen an verschiedenen Meeting Points Experten zu den Themen Förderung und Projektarbeit (Stiftung Niedersachsen, Kulturbüro Hannover, LaFT), Produktions-  und Gastspielhäuser  (Pavillon,  LOT,  Theaterhaus Hildesheim, Theaterlabor Bielefeld) und Tanz (Lande- rer&Company) zur Verfügung.   

Anmeldungen bitte bis zum 3. April 2018 an laft@laft.de. Die Plätze sind begrenzt. Die Vergabe erfolgt nach Reihenfolge der Anmeldung. Die Teilnahme an der Netzwerkveranstaltung und der Besuch der Vorstellung sind kostenfrei. 

 

 

Workshop
Meeting point: NEW CONNECTIONS
2 pm + 5 pm in Room Foyer 

The event is a continuation of the network initiative NEW CONNECTIONS, which was initiated by the Landesverband Freier Theater (Association of independent theatres in Lower-Saxony), the Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel („the federal academy for cultural education Wolfenbüttel“) and the boat people projekt. Professional performing artists of all occupational backgrounds are invited to attend a performance together and to discuss it afterwards with each other as well as with artists from the production. New professional theatre-makers who are interested in the international network are also very welcome!

NEW CONNECTIONS links theatre-people from a diversity of countries – who have only recently come to Germany – with artists from Lower-Saxony.

Registration is open until April 3rd via laft@laft.de. Places are limited and offered on a first come, first served basis. The network meeting and visit to the performance is offered free of charge.

 


فعالية "نقطة لقاء": NEW CONNECTIONS
الساعة 14:00 +  الساعة 17:00 في بهو مسرح البافيلون

 

ندعو جميع المسرحيين المحترفين في كل المجالات والاختصاصات الفنية لحضور العرض المسرحي سويةً ومن ثم تبادل وجهات النظر ومناقشته في ما بينهم من جهة ومع الجهات الإنتاجية الفنية من جهة اخرى.

هذا الحدث هو استمرار لمبادرة شبكة NEW CONNECTIONS المبتكرة من قبل الجمعية الحكومية "المسرح الحر" Freier Theater وأكاديمية Wolfenbüttel الفيدرالية للفنون و boat people project. ندعو جميع المسرحيين المحترفين في كل المجالات والاختصاصات الفنية لحضور العرض المسرحي سويةً ومن ثم تبادل وجهات النظر حول هذا العرض فيما بينهم من جهة ومع الجهات الإنتاجية الفنية من جهة اخرى.  كما أنه مرحب بكل صناع المسرح المحترفين الجدد الذين يرغبون بالتشبيك الثقافي الدولي.

شبكة NEW CONNECTIONS تمكّن التواصل بين مسرحيين محترفين من دول مختلفة الذين هم في المانيا منذ فترة قصيرة وبين المسرحيين في ولاية ساكسونيا السفلى.

 

يبقى التسجيل سارياً لغاية 03 نيسان/أبريل 2018 على العنوان الالكتروني التالي:  laft@laft.delaft(at)laft.de

 المقاعد محدودة و تخصص وفقاً لترتيب التسجيل.

المشاركة في هذا الحدث ومشاهدة العرض مجانية.


Diskussion um 19:00 Uhr im Foyer

Theatermachen als Beruf

Theater als Beruf. Berufsbiografien im Fokus   

Vom Theater träumen viele, denn die „Bretter, die die Welt bedeuten“ versprechen Ruhm, Anerkennung, interessante Themen und Selbstverwirklichung. Aber ist das wirklich so? Julia Speckmann und Prof. Wolfgang Schneider von der Universität Hildesheim fragen nach bei Hartmut El Kurdi, gestandener Theatermacher und Autor, und Lara-Joy Hamann, Mitglied des noch relativ jungen und erfolgreichen Kollektivs Markus&Markus. Die beiden Theaterleute reflektieren ihren beruflichen Werdegang und geben Einblicke in ihr aktuelles Schaffen: Welcher künstlerischen Kompetenzen bedarf es, welche (Um-)Wege haben sie beschritten und welche Tipps geben sie dem Nachwuchs von heute? Welcher Ausrüstung und welcher Persönlichkeitsmerkmale bedarf es, um erfolgreich Theater zu machen? Wie findet sich zudem die eigene Biografie vordergründig oder ganz subtil in den Inszenierungen wieder? Und was bedeutet es, sich immer wieder neu aufs Spiel zu setzen?  

Eine Diskussion anlässlich der 2017 erschienenen Publikation „Theatermachen als Beruf. Hildesheimer Wege“ im Verlag Theater der Zeit.  

Mit: Hartmut El Kurdi und Lara-Joy Hamann und den Herausgebenden Prof. Dr. Wolfgang Schneider und Julia Speckmann


Künstlergespräch um 20:30 Uhr im Foyer

Künstlergespräch II

Mit: Landerer&Company, xweiss, Operation Wolf Haul 
Moderation: Johannes Kirsten (Schauspiel Hannover)  


Get-together ab 21:30 Uhr im Foyer

Preisverleihung / Party

Es wird der Gewinner des Festivalpreises in Höhe von 5.000 € bekannt gegeben.
Anschließend Party mit DJ Oonops.