machina eX

15.000 GRAY

Professor Hövel macht eine bahnbrechende Entdeckung. Doch das geheime Wissen ist begehrt und droht in die falschen Hände zu geraten. In diesem interaktiven Theater wird das Publikum selbst zum Spieler: Es gilt, unter Zeitdruck Codes zu knacken, Notizen zu entschlüsseln und Ingredienzien in der richtigen Reihenfolge miteinander zu vermischen, um Rätsel zu lösen und den Professor zu retten. Der Zuschauer wird aufgefordert, aktiv das Geschehen voranzutreiben. Das Theaterstück ist ein Erlebnis zwischen Computerspiel, Performance und Theater.

 Über machina eX

Das Ensemble machina eX wurde von Absolventen und Studierenden der Universität Hildesheim als Theaterkollektiv gegründet. Seit 2009 forschen sie als junge Theater- und Medienschaffende an den Schnittstellen von Computerspielen und interaktivem Theater, indem sie Computerspiele in die Realität übertragen. Mit Hilfe von Mikroprozessoren, Lust an spannenden Geschichten, viel Theatererfahrung, den Computerprogrammen Max/MSP, Arduino und Processing und einer Menge Kabel und Stiften bauen sie komplexe theatrale Rauminstallationen, die alle Komponenten eines Computerspiels mit denen eines Theaterabends zusammenbringen – theatrale Point 'n' Click-Adventures, Computerspiele in lebensechter Grafik (point 'n' click: Computerspielgenre, bei dem es nicht um schnelle Reaktion, sondern um Rätsellösungen geht, die den Verlauf der Geschichte voran treiben.). Die Performer sind dabei die Figuren des Spiels, und das Publikum die Spieler. Immer wieder hakt die Erzählung oder die Handlung der Figuren. Die Aufgabe der Spieler ist es, durch Lösen eines Rätsels oder durch die Verwendung der Gegenstände im Raum die Geschichte voranzutreiben. 

Die Dystopie „15.000 Gray“ wurde im Februar 2011 mit dem Jurypreis des 100° Festivals ausgezeichnet. Die Produktion war zum Street Art Festival „You Are Go“ am HAU, zur „Next Level Conference“ in Köln sowie zum „MsDockville Kunstcamp“ in Hamburg und dem „Impulse Festival" in Düsseldorf eingeladen. 

Anmerkungen der Jury

machina eX gelingt es, den Zuschauer in einen schwerelosen Zustand der Abstandslosigkeit zu verzaubern. Illusion und Wirklichkeit verführen gleichermaßen. Staunend eröffnet sich eine (Theater-)Parallelwelt, die es gemeinsam in einer Schicksalsgemeinschaft zu durchqueren gilt. Es ist, als würde man in einem David Lynch-Film oder Computerspiel ausgesetzt werden, aus dem man sich nur durch das Beantworten raffinierter Fragen und mit einem breiten Dauergrinsen wieder befreien kann. Ein Mitmachtheater der erfrischend originellen und charmanten Art. Das nächste Level wird hier zur Leerstelle der eigenen Fantasie einer Geschichte, die vor mir begann, die mit mir eskaliert, und nach mir, in mir, weiter lebt. Die Schauspieler bestechen an diesem Abend durch große Präzision, schrägen Humor und schnörkellose Direktheit. machina eX gelingt mit »15.000 Gray« etwas sehr besonderes: Sie erzählen eine Geschichte, und in der Art wie sie es tun, erschaffen sie im Theater etwas »Neues«.

 

Marc Prätsch

Informationen

Ein theatrales Point ’n’ Click Adventure

Konzept: Laura Alisa Schäffer und Jan Philip Steimel 

Vorstellungen am 7.10.2011 um 16 Uhr, 17 Uhr, 18 Uhr, 20 Uhr und 21 Uhr 

im Ballhof Zwei

Dauer 40 Min.

Eintritt 9 €, erm. 6 €

Von und mit: Laura Schäffer, Philip Steimel, Anna Sina Fries, Laura Naumann, Yves Regenass, 

Robin Krause, Lasse Marburg, Mathias Prinz und Nele Katharina Lenz

Foto oben: Paula Reissig

 

Eigenproduktion

Gefördert von: startnext.de